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Anstreichen und Lackieren

Anstreichen und Lackieren

Artikelbeschreibung

Beachten Sie beim Anstreichen und Lackieren bitte die wichtigsten Grundregeln:

  • Grundierung und Decklack müssen zusammen passen
  • Am Besten verwendet man Grundierung und Decklack vom gleichen Hersteller
  • Wenn Sie Produkte von verschiedenen Herstellern verwenden, müssen Sie prüfen, ob die Produkte zusammenpassen oder nicht
  • Wenn Sie einen Lack verwenden wollen, den Sie nicht bei uns gekauft haben, müssen Sie beim Verkäufer oder Hersteller nachfragen oder im technischen Datenblatt des Herstellers nachlesen, mit welchen Lacksorten das Fremdprodukt verträglich ist. Wir können keine Auskünfte zu Produkten geben, die nicht bei uns gekauft wurden!
  • Eine alte Grundregel im Maler- und Anstreichergewerbe ist: ob Grundierung und Lack von verschiedenen Herstellern zusammenpassen, muss der Anwender selbst testen. Was der ausgebildete Handwerker tut, sollte auch der Heimwerker tun.
Oberflächenvorbereitung vor dem Lackieren:

  • Entrosten, vor allem allen losen Rost entfernen, entfetten und reinigen
  • Besondere Hinweise auf den Lackdosen und in unseren Artikelbeschreibungen beachten
  • Alter Lack muss tragfähig sein, Lack der abblättert und Blasen bildet, ist nicht tragfähig
  • Die Trag- und Haftfähigkeit des alten Lacks prüfen, z.B. Kratzprobe mit einem Spachtel
  • Vor dem Anstreichen prüfen, ob die Oberfläche fettfrei ist, z.B. Netzprobe mit Wasser: perlt das Wasser ab, ist die Oberfläche noch fettig
  • Entfetten mit Verdünner reicht oft nicht, insbesondere bei Kraftfahrzeugen. Verwenden Sie für Kraftfahrzeuge möglichst einen Silikonentferner.
Anstreichen und Lackieren
  • Farbe und Lack gründlich umrühren
  • Nur die geeignete bzw. vorgeschriebene Verdünnung verwenden
  • Hinweise in unseren Artikelbeschreibungen beachten, einige Lacke werden zum Pinseln und Rollen möglichst nicht verdünnt
  • Keine fremden Produkte anderer Hersteller beimischen, keine Abtönfarben beimischen
  • Keinen Verdünner in ölhaltige Farben wie z.B. OWATROL DECO / und CIP mischen
  • Niemals OWATROL ÖL einem anderen Lack aus unserem Sortiment beimischen. OWATROL ÖL kann man nur schlechten, lösemittelhaltigen Lacken beimischen. Und auch das muss der Anwender selbst testen.
  • Die optimale Verarbeitungstemperatur für Farbe und Lack ist immer + 20°C; die Angaben zu den Verarbeitungstemperaturen in unseren Artikelbeschreibungen beachten
  • Zu kalt: der Lack ist zu dick, die Trocknungszeit (Durchtrocknung der gesamten Schicht(en) verlängert sich je nach Temperatur um das 3- bis 5-fache.
  • Zu warm: der Lack wird zu dünn, kann tropfen und Laufnasen bilden, die Schicht kann zu dünn werden
Besonderheiten bei 2K Lacken:
  • Nur so viel Härter und Basislack mischen, wie in der Topfzeit verarbeitet werden kann
  • Nach der Topfzeit wird 2K Lack hart und kann nicht mehr verarbeitet werden
  • Basislack vor dem Mischen mit Härter gründlich umrühren
  • Das Mischungsverhältnis einhalten, Mischung nach Gewicht ist vorgeschrieben und immer leichter einzuhalten und zu kontrollieren als Mischen nach Volumen im Messbecher
  • Vorschriften beachten, wann der Verdünner zugefügt wird. Das ist meistens nach dem Mischen von Basislack und Härter
  • Prüfen, ob Verdünner zugefügt werden muss. Streichen und Rollen von 2K Lacken: meistens ohne Verdünner, Spritzlackierung mit oder ohne Verdünner
Häufige Verarbeitungsfehler:
  • Verschleppen von Bestandteilen durch schlecht gereinigte Pinsel und andere Arbeitsgeräte. Beispiel: Sie haben mit verschiedenen Pinseln Acryllack, Acrylatlack und Alkydharzlack verarbeitet, mit anderen Pinseln wasserlösliche Lacke, Dispersionen und ölhaltige Farben. Reinigen Sie die Pinsel getrennt und nicht in derselben Verdünnung oder demselben Pinselreiniger. Verwenden Sie für jede Lacksorte einen anderen Pinsel
  • Verschleppen von Farbresten, Verunreinigungen usw. vermeiden Sie, wenn Sie ausreichende Mengen Pinsel, Farbmischbecher und Farbwannen mitbestellen. Pinsel, mit denen lösemittelhaltige Lacke verstrichen wurden, verwendet man nicht mehr für wasserlösliche Lacke und umgekehrt
  • Verdünner, der bereits zum Reinigen lösemittelhaltiger Lacke benutzt wurde, darf nicht als Verdünner für den Lack verwendet werden.
  • Lack nicht mit dem Pinsel umrühren, sondern mit einem Rührstab
  • Beim Lackieren mit der Druckluft-Lackierpistole einen Filter und einen Kondenswasserabscheider vorschalten
  • Beim Lackieren mit der Druckluft Lackierpistole niemals einen Druckluftöler verwenden!
Probleme und Fehler beim Anstreichen und Lackieren:
  • Streichmarken - mögliche Ursache sind falsche Temperatur, ein schlechter Pinsel, der bereits verhärtete Borsten hat, minderwertige Pinsel
  • Krokodilhaut nach einer frischen Lackierung: Verarbeitungfehler. Mögliche Ursachen: Auftrag eines elastischen Lacks auf einen nicht-elastischen Lack oder umgekehrt. Auftrag der letzten Schicht (Decklack), bevor die untere Schicht (Grundierung oder Zwischenschicht) trocken genug war. Abhilfe bei Krokodilhautbildung: die Beschichtung komplett entfernen, Neuanstrich mit Grundierung und Decklack, die zusammen passen.
  • Abplatzender Lack - Ursachen: schlecht gereinigter Untergrund, Untergrund zu wenig oder nicht angeschliffen, Grundierung und Decklack sind unverträglich. Abhilfe: Lackschicht(en) ganz oder bis auf die Grundierung entfernen und die Beschichtung neu aufbauen.
  • Apfelsinenschalenhaut - Ursachen: Lack zu dickflüssig, zu grosse Temperaturunterschiede zwischen Lack und Oberfläche, falsche Verdünnung, falscher Abstand und / oder falscher Luftdruck beim Lackieren mit der Lackierpistole. Abhilfe: Oberfläche schleifen und überlackieren
  • Oberfläche wirkt gebeizt - Ursachen: Altlackierung oder vorher aufgetragene Lackierung sind nicht ausgehärtet, Altbeschichtung und Neubeschichtung vertragen sich nicht. Abhilfe: Lackschichten komplett entfernen und neu beschichten.
  • Blasenbildung / Kochblasen - Ursachen: Untergrund / erste Schicht nicht durchgetrocknet, Handschweiß nicht entfernt, Feuchtigkeit, Rückstände vom Schleifen, falsche Verdünnung, bei 2-K Lacken zu wenig Härter und / oder zu viel Verdünnung, Lack zu satt aufgetragen, Ablüftzeit nicht eingehalten, zu schnelle Trocknung. Abhilfe: Oberfläche reinigen, anschleifen und neu lackieren.
  • Verfärbungen - Ursachen: die Altbeschichtung enthält lösliche Pigmente, die bei der Neulackierung durchschlagen, schlecht entfernte Verunreinigungen auf dem Untergrund. Abhilfe: die neue Lackschicht wieder entfernen, Untergrund reinigen, Zwischenschicht (Sperrschicht) aufbringen, neu lackieren.
  • Lack zu matt / Glanzverlust - Ursachen: überlagerter Lack, Lack zu dick, falsche Verdünnung, Trocknung bei zu geringer Umluft. Abhilfe: Oberfläche polieren oder anschleifen und neu lackieren.
  • Kraterbildung im Lack - Ursache: Silikonrückstände auf dem Untergrund. Abhilfe: Oberfläche reinigen, schleifen, bei der Arbeit mit der Lackierpistole dünn vorspritzen, danach fertig lackieren.
  • Kratzer - Ursachen: schmirgelnde Wirkung von Staub oder anderen kleinen Partikeln, Berührung mit harten Gegenständen, Staub auf dem Lack und mit den Fingern verrieben. Abhilfe: Kratzer an der Oberfläche polieren, bei tiefen Kratzern abschleifen / anschleifen und neu lackieren.
  • Laufnasen und Gardineneffekt - Ursachen: zu dünner Lack, beim Lackieren mit Pinsel oder Rolle auch zu dicker Auftrag vor allem an Kanten und zu viel Lack am Pinsel oder der Rolle, zu niedrige Temperaturen bei Vorbereitung und Lackierung, beim Lackieren mit der Lackierpistole falsche Spritztechnik oder ungeeignete Lackierpistole, falsche Verdünnung. Abhilfe: Lack durchtrocknen lassen, Läufer ausschleifen und auspolieren, neu lackieren, evtl. genügt das Ausbessern kleiner Flächen durch Neulackierung.
  • Rissbildung und Kräuseln - Ursachen: Grundierung und / oder Zwischenschicht nicht durchgetrocknet, Trocknungsstörungen bei zu sattem Lackauftrag, thermoplastischer oder elastischer Lack als Untergrund für einen weniger flexiblen Lack, Spannungsunterschiede zwischen den Lackschichten. Abhilfe: bei Kräuselbildungen schleifen, reinigen, noch einmal schleifen und neu lackieren, bei Rissbildungen die Lackschichten entfernen und mit zueinander passenden Materialien neu aufbauen.
  • Korrosionserscheinungen - Ursachen: unzureichende Vorarbeiten, nicht ausreichend entrostet, durchgeschliffene Flächen nicht mit Korrosionsschutz versehen, Oberfläche schlecht gereinigt (z.B. Rückstände vom Schleifen / Bürsten rostiger Stellen nicht entfernt) und infolgedessen Ablagerung feiner Metallsplitter. Abhilfe: Lack an den von Korrosion befallenen Stellen oder komplett wieder entfernen, entrosten, Korrosionsschutz auftragen und neu lackieren.
  • Schmutz und Staub in der Lackfläche - Ursachen: schlechte entstaubte Oberfläche, Verunreinigungen im Lack, beim Lackieren mit der Lackierpistole können verschmutzte Filter, Düsen, Nadeln usw. die Ursache sein. Abhilfe: anschleifen und neu lackieren.


Beispiele aus unserem Sortiment:
Lacke und Grundierungen aus unserem Sortiment, zum Beispiel:
BRANTHO-KORRUX 3in1 RAL 7035 Lichtgrau 750ml
BRANTHO-KORRUX 3in1 RAL 7035 Lichtgrau 750ml
24,00 EUR
32,00 EUR pro Liter
incl. 19 % MwSt. exkl.
BRANTHO-KORRUX 2 Kompo RAL 9010 Weiss 800 Gramm
BRANTHO-KORRUX 2 Kompo RAL 9010 Weiss 800 Gramm
26,50 EUR
33,13 EUR pro Kilogramm
incl. 19 % MwSt. exkl.
BRANTHs 2-Kompo Anti-Graffic Klarlack 625 Gramm Hochglänzend
BRANTHs 2-Kompo Anti-Graffic Klarlack 625 Gramm Hochglänzend
28,00 EUR
44,80 EUR pro Kilogramm
incl. 19 % MwSt. exkl.
BRANTHs 2 k Messingschutzlack Klarlack 700 Gramm
BRANTHs 2 k Messingschutzlack Klarlack 700 Gramm
26,00 EUR
37,14 EUR pro Kilogramm
incl. 19 % MwSt. exkl.
BRANTHs 2 K Flexi Lack 625 Gramm Schwarz RAL 9005
BRANTHs 2 K Flexi Lack 625 Gramm Schwarz RAL 9005
32,00 EUR
51,20 EUR pro Kilogramm
incl. 19 % MwSt. exkl.

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