Schichtdicke Schichtstärke
Die Schichtdicke ist entscheidend für den Schutz, den ein Lack oder eine andere Beschichtung bietet.
Die Schichtdicke wird in Mikrometer gemessen: 1 Mikrometer (µ bzw µm) = 1/1000 mm.
Naßschichtstärke und Trockenschichtstärke sind unterschiedlich. Die Naßschichtstärke beträgt in der Regel das Eineinhalbfache der Trockenschichtstärke, kann aber je nach Sorte und Hersteller variieren.
Dem Handwerker und bei der industriellen Beschichtung von Oberflächen werden Schichtdicken vom Auftraggeber oder Normen vorgeschrieben.
Die Schichtdicke kann mit einem Schichtdickenmeßkamm oder einem elekronischen Messgerät ermittel werden (zerstörungsfreie Prüfung). Unter Laborbedingungen und in Sonderfällen werden auch materialzerstörende Prüfungen durchgeführt (z.B. bei elektrisch nicht leitenden Untergründen).
Dem Heimwerker sind solche Schichtdickenprüfungen meistens nicht möglich. In diesem Fall hält man sich am besten an Vorgaben der Hersteller, wie z.B. ein, zwei oder mehr Anstriche.
Schichtdicke und Schutz der Oberfläche
Die Schichtdicke beeinflußt sehr stark den Schutz der Oberfläche. Für einen ausreichenden Korrosionsschutz sind Schichtdicken von mindestens 200 µm nötig. Im Unterwasserbereich, beim Anstrich von Boots- und Schiffsrümpfen sind 200 bis über 400 µm nötig.
Die gesamte Beschichtung kann dabei aus Grundierung, Zwischenschicht und Decklack bestehen oder bei Lackfarben wie BRANTHO-KORRUX 3in1 auch aus drei Schichten desselben Beschichtungsstoffs.
Lack aus dem Baumarkt und vom Discounter
Mit den typischen Heimwerkermarken oder Handelsmarken aus Baumarkt und Supermarkt sind oft keine ausreichenden Schichtdicken zu erreichen. Das Ergebnis ist oft ein bald wieder fällig werdender Restaurationsanstrich.
