Verzinken von Auto- und Motorradteilen
Ein sehr guter Rostschutz für viele Bauteile von Autos und Motorrädern ist der Schutz durch Verzinken. Die Schutzschicht aus Zink verhindert das Rosten von Metallteilen. Verzinkte Fahrzeugteile müssen hinterher lackiert werden, denn die Verzinkung alleine genügt nicht für einen langzeitigen Korrosionsschutz.
Was darf verzinkt werden?
Hier gilt ähnliches wie beim Verchromen: lassen Sie nie tragende Teile des Rahmens und Fahrwerksteile nach Verfahren wie Feuerverzinken oder Flammspritzen verzinken, die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug kann sofort erlöschen, weil diese Verfahren hohe Temperaturen erfordern und die Rahmenteile können sich dadurch verziehen. Der TÜV würde das Fahrzeug auch nicht mehr abnehmen. Auspuffanlagen wird wahrscheinlich niemand verzinken wollen, die sehen im Chromglanz viel schöner aus, meinen Sie? Wegen thermischer Probleme beim Feuerzinken ist dies auch unmöglich, aber ein Auspuff kann nach dem Flammspritzverfahren mit anderen Legierungen geschützt werden. Weil diese Schutzschicht aber grundsätzlich lackiert werden muss, bietet sich Ihnen so die Möglichkeit, den Auspuff passend zum Fahrzeug zu lackieren.
Feuerverzinken
Feuerverzinken ist ein Tauchbadverfahren. Die Werkstücke werden dabei in ein Beiz- und ein Flussmittelbad getaucht, beim Flussmittelbad legiert das 450° Grad heiße Zink mit dem Metall des Werkstückes zu einer dauerhaften Verbindung. Dabei entsteht eine Zinkschicht von 50 bis 100 µm, die 30 und mehr Jahre vor Rost schützen kann, wenn das verzinkte Teil anschließend lackiert wird. Verzinkte und unlackierte Teile sind dagegen der Witterung ausgesetzt und werden schneller als lackierte Teile rosten.
Feuerverzinkte Teile erkennen Sie am “Blumenmuster”. Feuerverzinkte Teile können eine oder zwei Zinkschichten haben. Teile mit “Blumenmuster” haben eine untere Hartzinkschicht und eine obere Reinzinkschicht, die weicher ist, aber deshalb einen sehr guten Schutz vor mechanischen Beschädigungen bietet. Teile, die nur eine Hartzinkschicht haben, erkennen Sie am fehlenden “Blumenmuster” und matter Oberfläche.
Grundsätzlich können keine Teile vom Auspuff und Motor, die sehr heiß werden, feuerverzinkt werden, Zink ist bei 450° Celsius flüssig und wird bereits bei sehr viel niedrigeren Temperaturen immer weicher. Spritzverzinken oder Flammspritzen.
Beim Spritzverzinken wird das Material mit einer Spritzpistole aufgetragen. Das Zink ist dabei heiß und flüssig, aber die Werkstücke werden dabei nur mäßig erwärmt. Dieses Verfahren ist also auch für Rahmenteile möglich. Bei diesem Verfahren legieren jedoch das Zink und das Metall des Werkstückes nicht. Die Zinkschicht legt sich nur als Schutzschicht auf das Metall. Sie ist zunächst sehr rau, aber ein sehr guter Untergrund für eine nachfolgende Lackierung.
Flammspritzen mit anderen Metallen
Der Vollständigkeit soll auch das hier erwähnt werden, obwohl diese Verfahren keine Verzinkung mehr sind. Das Verfahren ist dasselbe, wie oben beschrieben. Erhitzte Metalle werden auf das Werkstück aus Metall gespritzt. Bei Fahrzeugteilen aus dem Motorbereich kann dieses Verfahren eingesetzt werden. Statt Zink wird aber Aluminium aufgespritzt, das einen Schmelzpunkt von ca. 660° Celsius hat. Auch diese Schutzschicht muss nachträglich lackiert werden, sonst haben Sie nicht lange was davon. Aufgrund des sehr viel höheren Schmelzpunktes von Aluminium bietet sich das Verfahren auch für Auspuffanlagen an, die nicht chromglänzend sondern passend zur Farbe des Fahrzeuges lackiert werden sollen. Pulversprühverfahren Wahrscheinlich wird es schon sehr schwer sein, einen Fachbetrieb zu finden, der Verchromungen und Verzinkungen durchführt. Billig ist beides nicht. Noch schwieriger dürfte es werden, Fachbetriebe zu finden, die elektrostatische Pulverbeschichtungen vornehmen. Bei diesen Verfahren werden Kunststoffpulver auf die Werkstücke mit einer Spritzpistole aufgetragen. Das Kunststoffpulver ist elektrostatisch aufgeladen. Werkstücke, die so behandelt wurden, werden nach dem Auftragen der Pulverschicht bei 200° Celsius in Spezialöfen nachbehandelt, erst dabei entsteht eine gehärtete Schutzschicht, die extrem schlag- und kratzfest ist. Der so entstandene Kunststoffüberzug ist farbig, muss nicht lackiert werden, glänzt jedoch nicht wie echter Lack.
Eine Alternative zum Verzinken ist für einige Bauteile das Verchromen.
Hinweis: wir führen keine Verzinkungen durch und können Ihnen auch keine Betriebe empfelen. Einen Brteib, der verzinkt, suchen Sie am besten über die Gelben Seiten in Ihrer Nähe.
