Korrosionsschutz

Unter Korrosionsschutz versteht man im Allgemeinen alle Maßnahmen zur Vermeidung von Korrosion. Korrosion ist die meßbare und sichtbare Veränderung eines Werkstoffs unter Umwelteinflüssen wie zum Beispiel die Reaktion von Metall mit Sauerstoff und Wasser. Der Begriff Korrosion wurde früher überwiegend für die Reaktion von Eisen und Metall auf Umwelteinflüsse benutzt. Inzwischen wird dieser Begriff auch für Veränderungen anderer Werkstoffe benutzt. Die Produkte aus unserem Sortiment sind überwiegend für den Korrosionsschutz von Eisen und Metallen bestimmt.
Umgangssprachlich wird Korrosionsschutz meistens als Rostschutz, gelegentlich als Rostvorsorge, und Korrosion als Rost bezeichnet. Insofern verwenden wir natürlich auch beide Begriffe auch dieser Seite, die Ihnen nicht nur Informationen über die Verarbeitung von Korrosionsschutzmitteln aus unserem Sortiment, sondern auch viele allgemeine Informationen für die Verarbeitung von Rostschutzgrundierungen, Lack u.a. Produkten bietet.
Maßnahmen zum Korrosionsschutz
Ziel aller Korrosionsschutzmaßnahmen ist eine möglichst große Korrosionsbeständigkeit von Bauteilen und Werkstücken zu erreichen oder bereits von der Korrosion befallene Teile vor weiterer Korrosion zu bewahren.
Eine absolute Korrosionsbeständigkeit kann niemals erreicht werden, aber bei richtiger Vorbereitung und Nachbehandlung von Eisen und Metall kann die Korrosion erheblich verzögert und das Bauteil oder Werkstück über sehr lange Zeit erhalten werden. Beispiele finden wir dafür in jedem Museum, in dem jahrhundertealte Ausstellungsstücke von der Ritterrüstung bis zum Pflug für die Nachwelt konserviert werden. Einige Automobile aus der Frühzeit des Autos sind bis heute erhalten geblieben, viele Fahrzeuge, die ab 1900 produziert wurden, sind immer noch erhalten, manche sogar in einem noch fast orginalen Zustand. Bauteile und Bauwerke, die im Freien der Bewitterung ausgesetzt sind, zum Beispiel Brücken, Stahlgeländer, Stahldächer, werden durch periodischen Korrosionsschutz konserviert.
Korrosionsschutzmaßnahmen werden in drei Schritten vorgenommen: Planung, Vorbereitung und Nachbehandlung. Zur Planung gehört das Festlegen der nötigen Sanierungsmaßnahmen.
Vorbereitung von Oberflächen für den Korrosionsschutz
Die Vorbereitung richtet sich nach der Art des Werkstücks und den Möglichkeiten zur Nachbehandlung. Strahlen (Sandstrahlen, Glasperlenstrahlen, Trockeneisstrahlen) oder mechanisches Entrosten mit Drahtbürsten und Schleifmitteln gehören zu den am meisten angewendeten verfahren. Flächen, die anschließend mit Lack oder anderen Beschichtungsstoffen geschützt werden sollen, müssen danach gereinigt und entfettet werden.
Nachbehandlung von Oberflächen
Die Nachbehandlung - der eigentliche Korrosionsschutz - kann je nach Werkstück und Bauteil sehr verschieden sein, z.B.:
Grundieren und Lackieren
Verzinken
Oberflächenbeschichtung mit einem Kunststoff
Beschichtung mit einem Rostschutzöl, Wachs, Korrosionsschutzfett
Korrosionsschutz mit Öl, Wachs oder Korrosionsschutzfett
Korrosionsschutzmittel auf Basis von Öl, Wachs oder Fett können nicht überlackiert werden. Für den Rostschutz setzt man solche Produkte überall dort ein, wo ein Oberflächenschutz mit Grundierung und Lack nicht möglich, unerwünscht oder unzweckmäßig ist.
Einsatzgebiete von Korrosionsschutzöl, Wachs und Korrosionsschutzfett sind unter anderem:
Hohlraumkonservierung bei Kraftfahrzeugen
Rostschutz von Ballastwassertanks auf Schiffen
temporärer Korrosionsschutz bei der Lagerung oder dem Transport von Werkstücken
